JACOB RUF

EIN SCHÖN LUSTIG TROSTBÜCHLE, 1569

FÜR GEBÄRENDE UND HEBAMMEN

Schon im Titel macht Jacob Ruf deutlich, an wen sich das Büchlein wendet: „Ein schön lustig Trostbüchle von den empfengknussen und geburten der menschen zuo trost allen gebärenden frouwen, und eigentlichem bericht der Hebammen“. Es handelt sich um die Zweitauflage der deutschen Fassung.

Das Buch setzt mit einem Novum ein: einer detaillierten und mit einer Bilderserie illustrierten Beschreibung, wie sich ein Kind im Mutterleib entwickelt. Im zweiten Teil werden Hebammen angeleitet, wie sie sich bei schwierigen Geburten zu verhalten haben.

Der Text bleibt nicht in der Theorie verhaftet, sondern erteilt konkrete Handlungsanweisungen. Die Bilder gehen auf mittelalterliche Vorlagen von Kindslagen zurück. Ein weiterer Teil widmet sich der Anatomie der Frau. Hier stützt sich Ruf auf die „Fabrica“ von Vesalius ab, die elf Jahre zuvor gedruckt worden war. Ebenfalls auf Interesse stiess die Abhandlung über verschiedene „Missgeburten“ und ihre Deutung, wobei sich Ruf dabei an früheren Werken orientierte.

Jacob Ruf
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