MARIA SIBYLLA MERIAN
DISSERTATIO DE GENERATIONE ET METAMORPHOSIBUS INSECTORUM SURINAMENSIUM, 1726
DIE VERWANDLUNG
Maria Sibylla Merians bekanntestes Werk liegt hier in einer zweisprachigen Edition vor, auf Latein und Französisch. Es erschien erstmals 1705 im Folioformat mit 60 exzellent ausgearbeiteten Kupferstichen. Die vorliegende Ausgabe wurde um zehn Tafeln aus Merians Nachlass sowie um zwei Bilder aus einem Naturalienkabinett erweitert. Die Kupfertafeln sind aufwendig, zum Teil mit luxuriösen Gold- und Silberbeschichtungen koloriert.
In der Einleitung macht Merian ihre Autorschaft kenntlich, sie erwähnt aber auch jene Autoren, deren Werke sie in ihrer Arbeit berücksichtigt. Die Pflanzenbezeichnungen übernimmt sie teilweise von der einheimischen Bevölkerung und ordnet diese später mit Hilfe von Caspar Commelin, dem Leiter des Botanischen Gartens in Amsterdam, den lateinischen Namen zu.
Die meisten Kupferstiche zeigen in Merians spezifischer Systematik die Futterpflanze im Zentrum, umgeben vom Insekt in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien. Zusätzlich bildet Merian auch andere Tiere wie Echsen oder Frösche ab, die im Umfeld der dargestellten Pflanze leben.